fotografie und text in kurzfilmen verbinden. multimedia-reportagen erstellen, die kompakt und flüssig unterschiedlichste geschichten erzählen. der text kommt aus dem off, die bilder stehen ruhig und konzentriert, ohne überblendungen, schwenks oder zooms, stattdessen kräftig und klar.
im kleinen team werden alle arbeitsschritte der multimedia-story entwickelt: vom konzept über das storyboard, vom interviewskript über das drehen und fotografieren der protagonisten, über montage, schnitt und ton bis zur endfertigung. am ende steht ein film, der online veröffentlicht oder über einen screen präsentiert werden kann, dessen einzelbilder und texte aber auch für pr und geschäftsbericht genutzt oder als booklet oder ausstellung verwendet werden können.
die filme dauern zwischen 4 und 8 minuten - lang genug, um inhalte zu bringen - kurz genug, um spannend zu bleiben!


fünf beispiele aus der serie:
industriegeschichten.
reportagen aus museen, die keine waren

Bernd Hartmann Webermeister -  Technisches Museum der Bandweberei Großröhrsdorf

„Von der Wiege bis zur Bahre – Bänder braucht man in jeder Lage“ sagt Bernd Hartmann am Ende des Interviews. Jahrzehnte hat er in der Bandweberei gearbeitet. Nach der Wende musste er zusehen, wie viele Betriebe Pleite gingen – und hat sich gemeinsam mit Anderen für die Einrichtung eines Museums stark gemacht. Mit Erfolg: Es bewahrt ein Stück Identität einer ganzen Region!


Wolfgang Zerrener – Ausbilder Textiltechnik, seit 10 Jahren Mitarbeiter für Haustechnik in der Historischen Tuchfabrik Gebr. Pfau.
Anfang der 1990er Jahre ging sein Betrieb in Insolvenz und er verlor seinen Arbeitsplatz. Man bot ihm eine Weiterbeschäftigung für ein Jahr an, um die Maschinen, an denen er früher gearbeitet hatte, zu verschrotten. Dass er diese Maschinen heute in der Historischen Tuchfabrik Gebr. Pfau heute Besuchern und vor allem Jugendlichen vorführen kann, macht ihn stolz.


Silvia Schumann – Facharbeiterin für Textiltechnik, heute ehrenamtliche Mitarbeiterin in der Historischen Tuchfabrik Gebr. Pfau in Crimmitschau
In diesem Haus hat Silvia Schumann mit 16 Jahren eine Lehre begonnen und 18 Jahre gearbeitet, bevor 1990 der gesamten Belegschaft gekündigt wurde. Hier heute Führungen für Besuchergruppen durchzuführen war anfangs emotional kaum auszuhalten für sie.

Heidemarie Fliegner – Weberin, seit 2005 ehrenamtliche Mitarbeiterin  in der Historischen Tuchfabrik Gebr. Pfau. 
Nachdem Heidemarie Fliegner lange Jahre arbeitslos war, wusste sie nicht, ob sie überhaupt noch einen Webstuhl bedienen kann. Aber kaum hatte sie die Einrückstange in der Hand, war es so, als wäre sie nie aus der Weberei rausgewesen. Alles ist gut, sagt sie heute.


Frank Arnold, Facharbeiter für Geräte und Anlagen – heute in der Energiefabrik Knappenrode

Frank Arnold war 22 Jahre im Bergbau, von der Lehre an. Als 1993 seine Fabrik geschlossen wurde, ist er zusammengeklappt. Heute sagt er, dass in der DDR die Fabriken auf Verschleiß gefahren wurden und unrentabel waren, für die Braunkohle sieht er heute keine Zukunft mehr. Aber er ist froh, noch Besucher durch das alte Werk führen zu können.